Kurzübersicht
Ein hohes Interesse an neuen, umweltfreundlichen Antriebstechnologien führt unausweichlich zu einem großen Bedarf an H2-Versorgungssystemen. Durch die Entwicklung neuer Titanlegierungen mit verbesserter Eignung für den Einsatz in wasserstoffhaltige Umgebungen unterstützt das Forschungsvorhaben Ti-Star die Einführung neuartiger Antriebssysteme aller Art.
Aufgrund der guten spezifischen Eigenschaften von Titanwerkstoffen ist es erstrebenswert, diese in wasserstoffhaltigen Umgebungen im Mobilitätssektor einzusetzen. Jedoch kann es bei Kontakt mit Wasserstoff zu der Bildung einer spröden Hydridphase kommen, die für ein vorzeitiges Versagen sorgt und allgemeinhin als Wasserstoffversprödung von Titanwerkstoffen bekannt ist. Dadurch ist bisher der Einsatz bisher bekannter Titanlegierungen wie Ti-6Al-4V stark eingeschränkt.
An dieser Stelle setzt das Projekt an und untersucht den Einfluss gezielt ausgesuchter Legierungselemente auf das Verhalten von Titanwerkstoffen unter Wasserstoffbedingungen mit dem Ziel eine neuartige Legierung für die beschriebenen Einsatzzwecke zu entwickeln, die es der Hanseatischen Warenhandelsgesellschaft ermöglicht, ihr Angebotsspektrum zu erweitern und neue Märkte zu erschließen. Ein vielversprechender Lösungsansatz zur Reduzierung der Empfindlichkeit des Werkstoffs gegenüber der Wasserstoffversprödung ist das Einbringen anderer Hydridverbindungen, die weniger versprödend wirken und durch eine höhere Affinität die Bildung von Titanhydriden verhindern.
